Unesco erkennt 20 neue Biosphärenreservate in 21 Ländern an

Arabische Gazellen auf den Farazan-Inseln

Auf den Farasan-Inseln im Roten Meer vor Saudi Arabien sind Arabische Gazellen zuhause.

Saudi Heritage Preservation Society

Die Uno-Wissenschafts- und Kulturorganisation Unesco hat am Mittwoch 20 neue Biosphärenreservate in 21 Ländern anerkannt.

Erstmalig nahm der zuständige Koordinationsrat bei seiner Sitzung in der nigerianischen Hauptstadt Abuja Gebiete in Lesotho, Libyen und Saudi-Arabien in die Liste auf. Weitere in diesem Jahr genehmigte Schutzgebiete befinden sich unter anderem in Kanada, Frankreich, Italien, Russland und Spanien.

In Lesotho wurde das laut Unesco auch als «Himmelskönigreich» bezeichnete Matseng-Reservat aufgenommen, das seltene Vögel beherbergt. In Libyen wurde das Reservat Aschaafean aufgenommen, in dem es bedrohte Hyänen und Landschildkröten gibt.

Die saudi-arabischen Farasan-Inseln beherbergen seltene Gazellen sowie verschiedene Seevögel, Meeresbewohner und Reptilien. Das ebenfalls anerkannte Mura-Drava-Donau-Reservat erstreckt sich gar über fünf Länder: Österreich, Kroatien, Ungarn, Serbien und Slowenien

Jedes Jahr werden neue Biosphärenreservate ausgewiesen, um die nachhaltige Entwicklung zu fördern und den Naturschutz zu unterstützen. Biosphärenreservate werden von den nationalen Regierungen nominiert. Mittlerweile gibt es 727 anerkannte Reservate in 131 Ländern, die insgesamt fast fünf Prozent der Erde abdecken.

Fünf Reservate in Gabun, Bulgarien, Rumänien und Russland wurden jedoch von der Liste gestrichen. Sie erfüllten laut Unesco entweder nicht mehr die Kriterien oder die Regierungen hatten um die Streichung gebeten.

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