Erste Bienenvölker
Der beschwerliche Weg zum Berufsimker
Der Film «More Than Honey» hat eine ganze Generation aufgerüttelt und einmal mehr bewusst gemacht, wie abhängig die Menschheit von Bestäubern ist. Dabei mauserte sich das Imkern zu einem regelrechten Trend-Hobby, das viele junge Leute ansteckt. Mauro Isler hat es besonders stark erwischt.
Behutsam zieht Mauro Isler eine Wabe nach der anderen heraus. Die Bienen lassen es mit sich geschehen. Mehr noch: Sie scheinen kaum etwas davon mitzubekommen und gehen unbeirrt ihrem geschäftigen Treiben nach. Die einen kümmern sich um die schlüpfende Brut, andere lecken ein bisschen Honig oder versiegeln die vollen Waben mit einer Wachsschicht. «Sie interessieren sich nicht für uns, so macht das Imkern Spass», schwärmt Isler. Der 37-jährige Zürcher hat vor gut einem Jahr mit dem Imkern begonnen und lernt noch ständig Neues dazu. Besonders grosse Mühe bereiten ihm momentan zwei seiner Völker, die weniger Geduld mit ihm haben. «Gestern war ich schon ein paar Meter weg vom Häuschen, als mich noch eine Biene in die Hand gestochen hat», erzählt er. Das Problem sieht er in den Königinnen. «Ist eine Königin aggressiv, gibt sie das durch ihre DNA ans ganze Volk weiter», erklärt Isler. Deshalb werde er bald neue Königinnen für diese zwei Problemvölker bestellen. «Bis dahin mache ich nichts…
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