1 | Creux du Van (NE)
Der Creux du Van ist ein spektakuläres Naturwunder, welches sich wie ein Amphitheater in die Landschaft des Juras schneidet. Mit seinen 160 Meter hohen, senkrechten Felswänden ist er nicht nur ein geologisches Wunder, sondern auch ein spiritueller Rückzugsort. Die kraftvolle Stille der Felsenlandschaft wirkt wahrlich beruhigend. Wer den weiten Blick über das Tal schweifen lässt, spürt sofort die Erhabenheit dieses Ortes.

2 | Aletschgletscher (VS)
Der Aletschgletscher – mit fast 23 Kilometern Länge der grösste seiner Art in den Alpen – ist ein Symbol der Naturgewalt und Ewigkeit. Die weiten Gletscherflächen, geformt über Jahrtausende, und die gewaltige Kulisse der Hochalpen, strahlen Ruhe, Beständigkeit und Kraft aus. Entlang der Wanderwege rund um den Gletscher finden sich unzählige kleine Steinpyramiden – von Besuchern aufgeschichtete Steinformationen, die als persönliche Zeichen des Innehaltens und der Verbundenheit mit dem Ort gelten.

3 | Taminaschlucht (SG)
Die Taminaschlucht bei Bad Ragaz ist ein Naturmonument von seltener Kraft. In dieser engen Felsspalte wurde 1240 eine heisse Thermalquelle entdeckt, deren heilendes Wasser später zur Gründung des Kurorts Bad Pfäfers führte. Bis heute strömt das 36,5 Grad warme Wasser ununterbrochen aus dem Berginnern. Wer durch die feuchte Schlucht wandert, spürt die Nähe zur rohen Natur und den Ursprung von Heilung und Wärme.

4 | Champ Pittet und Menhire von Clendy (VD)
Champ Pittet am Neuenburgersee ist ein bedeutendes Naturzentrum mit ausgedehnten Feuchtgebieten, Vogelbeobachtungsstationen und vier Naturlehrpfaden durch Wälder, Wiesen und Schilfzonen. Es lädt dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben – und zur inneren Ruhe zu finden. In unmittelbarer Nähe stehen zudem die Menhire von Clendy, über 20 mystisch aufgerichtete Steinblöcke, die über 4000 Jahre alt sind. Ihre genaue Bedeutung ist bis heute nicht ganz geklärt, doch ihre Ausrichtung und Präsenz wirken archaisch und feierlich.

5 | Mattmark-Staudamm (VS)
Am Ende des Saastals liegt der Mattmark-Stausee – mit 120 Metern Höhe der grösste Erddamm Europas. Trotz seiner künstlichen Herkunft gilt der Ort als energetisch stark – nicht zuletzt wegen der tragischen Geschichte des Dammbaus, bei dem 1965 88 Menschen ums Leben kamen. Der Stausee ist ein Ort des Gedenkens, aber auch des Innehaltens und der Transformation.

6 | Étang de la Gruère (JU)
Im Hochmoor des jurassischen Freiberger Plateaus liegt dieser dunkle, stille Moorsee, umgeben von Fichten und Torfmoosen. Entstanden im 17. Jahrhundert durch einen künstlichen Staudamm zur Nutzung von Wasserkraft, hat sich der See zu einem Naturjuwel mit einzigartiger Ausstrahlung entwickelt. Besonders bei Sonnenaufgang ist die mystische Stimmung fast greifbar. Spaziergänge rund um den See lassen den Geist zur Ruhe kommen.

7 | Unterirdischer See von St. Léonard (VS)
Tief unter dem Walliser Boden liegt der grösste schiffbare unterirdische See Europas. Die 300 Meter lange Höhle wurde 1943 von Weinbauern entdeckt. Seither zieht sie Besucher in ihren Bann. Die Stille, das Echo der Tropfen und das magische Spiel von Licht auf Wasser in dieser düsteren Höhle schaffen eine mystische Atmosphäre.

8 | Engstligenfälle bei Adelboden (BE)
Die Engstligenfälle bei Adelboden zählen zu den höchsten Wasserfällen der Schweiz und stürzen über zwei Stufen insgesamt mehr als 600 Meter in die Tiefe. Schon früh verehrten die Menschen die Urgewalt des Wassers, welches hier tosend ins Tal donnert. Der Weg zum Fuss der Fälle ist leicht erreichbar und die aufsteigende Gischt erfrischt Körper und Geist.

