Die Schweiz hat zu wenig Butter

Butter

Eine Frage der Prioritäten: Als Hauptgrund für die tiefe Butterproduktion sieht die Branchenorganisation Butter, dass zusätzliche Milchmengen aus dem Industriebereich in die Käseherstellung fliessen.

Gamzova Olga/Shutterstock 

Landwirtschaft
Derzeit ist massiv weniger Butter an Lager als in den Jahren zuvor. Laut Branchenorganisation Butter wird die diesjährige Produktion nicht reichen, um die Inlandnachfrage abdecken zu können.

Normalerweise füllen sich die Butterlager in der Schweiz nach Weihnachten rasch. Diesen Winter waren sie aber nicht nur zu Weihnachten fast leer, sie füllen sich auch kaum und sind bereits wieder rückläufig. In Kalenderwoche 12 waren 575 Tonnen Butter in den Lagern. Letztes Jahr waren es in der selben Woche 2'835 Tonnen, 2018 gar 3'901 Tonnen. 

Als Hauptgrund für die tiefe Butterproduktion sieht die BO Butter, dass zusätzliche Milchmengen aus dem Industriebereich in die Käseherstellung fliessen. Es brauche deshalb zusätzliche Anreize, damit wieder mehr Milchfett in die Butterherstellung fliesse, schreibt die Branchenorganisation in einer Mitteilung. Sie hat deshalb ihren internen Richtpreis für zu Butter verarbeiteten Industrierahm auf den 1. Juli 2020 um 60 Rappen je Kilo Fett erhöht.

Importbutter ist gefragt
Gemäss Branchenorganisation reicht das aber nicht aus, um die kommende Fehlmenge kompensieren zu können. Diverse Butterprodukte müssten ab Mitte Jahr auf Importbutter umgestellt werden, so die BO Butter. Diese Massnahme dauere so lange, bis die Inlandproduktion die Nachfrage wieder abdecken könne. 

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