Mehr Recyling, aber auch mehr Abfall

Recycling-Kübel im SBB-Bahnhof

Schweizerinnen und Schweizer recyceln zwar wesentlich mehr als noch vor 50 Jahren, produzieren aber auch doppelt so viel Abfall.

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Umweltverschmutzung
In der Schweiz ist das Abfall-Recycling ist in den letzten 50 Jahren um das 8-Fache gestiegen. Aber Schweizerinnen und Schweizer produzieren pro Kopf auch mehr als doppelt so viel Abfall als damals.

Auch im Strassenverkehr stieg die Belastung. 1990-2008 stiegen die Treibhausgase im Strassenverkehr um über 11 Prozent an, von 14,9 auf 16,78 Millionen Tonnen (umgerechnet in ein CO2-Äquivalent). Seither ging die Luftbelastung aus dieser Quelle langsam wieder zurück, lag aber 2018 immer noch 0,86 Millionen Tonnen oder ein knappes Prozent über dem Wert von 1990.

Ausser in der Abfallverbrennung und bei den synthetischen Gasen hat die Treibhausgas-Belastung seit 1990 in allen Bereichen abgenommen, insgesamt um 16 Prozent von 54,15 auf 46,42 Tonen. Die Haushalte, welche als Abgasquellen bis etwa 2010 immer etwa auf demselben Emissionsniveau blieben, produzieren mittlerweile 30 Prozent weniger mit CO2 vergleichbare Gase, nämlich 7,7 Tonnen gegenüber knapp 12 von vor 30 Jahren.

Mehr Wohlstand, mehr Müll
Stark gestiegen sind seit 1970 die Siedlungsabfälle. Vor 50 Jahren warf jeder Einwohner, jede Einwohnerin im Schnitt 309 Kilogramm Abfall jährlich weg, 2018 waren es mehr als doppelt so viel, nämlich 703 Kilogramm pro Kopf und Jahr. In derselben Zeit stieg die Menge an «separat gesammelten Siedlungsabfällen» von 48 auf 369 Kilo pro Kopf und Jahr, betrug also 7,7 Mal mehr.

Der Elektrizitätsverbrauch und die Energie-Einfuhr sind gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) in den letzten drei Jahren gesunken: Rohöl wurde 7,7 Prozent weniger importiert, Kohle 28 Prozent und Gas 4,7 Prozent. Der Endverbrauch sank um 2,7 Prozent auf 830'880 Terajoule.

Diese Zahlen stammen aus der aktualisierten Statistik der Umwelt-, Energie- und Klimaindikatoren 2020 des Bundesamts für Statistik (BFS). Das Amt erfüllt damit laut eigenen Angaben ein Stück weit die 2015 von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (Unece) ergangene Aufforderung, verlässliche statistische Informationen zum Thema Klimawandel beizutragen.

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