Neophyten in den Verkaufsregalen

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Invasive Neophyten wie die Neubelgische Aster aus Nordamerika dürfen immer noch verkauft werden.
Roel Meijer/Shutterstock.com
Kanton Zürich
Obwohl sie einheimische Pflanzen verdrängen, werden invasive Neophyten im Kanton Zürich immer noch zum Verkauf angeboten. Die Regierung kann daran bis auf Weiteres nichts ändern.

Viele Gartencenter haben invasive Neophyten bereits aus dem Sortiment genommen. Wie der Regierungsrat in einer am Donnerstag publizierten Antwort auf eine Anfrage von SVP, GLP und Grünen schreibt, gibt es aber noch Schwierigkeiten bei den Grossverteilern, beim Direktimport und beim Internethandel.

Die Pflanzen würden zwar gemäss Vorschrift angeschrieben – aber trotzdem noch verkauft. An dieser Situation wird sich in nächster Zeit auch nichts ändern. Der Zürcher Regierungsrat kann keine Bestimmung erlassen, die den Verkauf verbieten würde.   

Eine Handvoll invasiver Neophyten ist in der Schweiz bereits verboten, darunter das Drüsige Springkraut, Ambrosia, der Essigbaum umd die Kanadische Goldrute. Mit diesen Arten ist jeglicher Umgang verboten, ausser die Bekämpfung. Etliche weitere Pflanzenarten werden als «Neophyten mit invasivem Potential» ausgezeichnet. Ihr Verkauf ist nicht verboten, die Kunden müssen aber informiert werden.

Auf Bundesebene gibt es nun Bestrebungen für eine neue Lösung: Aufgrund der Neobiota-Strategie 2016 sollen das Umweltschutzgesetz und die Freisetzungsverordnung entsprechend angepasst werden. Die Vernehmlassung zu dieser Vorlage lief vergangene Woche ab.

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