Schweiz will sich für ambitionierte Biodiversitätsziele einsetzen

Falter auf Alpenblume

Die Schweiz reist mit ambitionierten Zielen an die Biodiversitäts-Konferenz in China.

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Naturschutz
Die Schweiz will sich an der 15. Vertragsparteienkonferenz der Biodiversitätskonvention im Oktober für «ambitionierte, messbare und prägnante Ziele» einsetzen. Der Bundesrat hat am Mittwoch das entsprechende Mandat der Schweizer Delegation verabschiedet.

Eines der Ziele sieht vor, bis 2030 weltweit insgesamt 30 Prozent der Flächen für Biodiversität zu sichern («30 by 30»). Dazu brauche es nebst der Bestimmung von Schutzgebieten zusätzliche Massnahmen, schreibt die Landesregierung. Flüsse müssten revitalisiert und für die Biodiversität wertvolle Gebiete erhalten und gefördert werden. Wichtig sei dies insbesondere für Gebiete, die der Vernetzung der Lebensräume von Wildtieren dienten.

Die Konferenz, die am 11. Oktober im chinesischen Kunming eröffnet wird, will einen neuen globalen Zielrahmen für die biologische Vielfalt verabschieden. Dieser soll den 2010 in Nagoya beschlossenen strategischen Plan ablösen. Für die Schweiz nimmt Umweltministerin Simonetta Sommaruga virtuell an der Konferenz teil. Die Konferenz wird zweigeteilt und Ende April 2022 physisch weitergeführt werden, um die inhaltlichen Beschlüsse zu verhandeln.

Diskutiert werden an der Konferenz zudem Massnahmen zur Reduktion von Pestiziden und Plastikmüll sowie zur Förderung eines nachhaltigen Konsum- und Produktionsverhaltens. Geplant ist auch die Verabschiedung eines Monitoring-Mechanismus. Dieser soll es erlauben, den Erfolg der Massnahmen abzuschätzen und daraus Lehren zu ziehen.

Die Biodiversität sei in einem schlechten Zustand und nehme seit Jahrzehnten weltweit ab, schreibt der Bundesrat. Gemäss dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) sind aktuell eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Dem will das internationale Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) entgegenwirken.

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