Vogelhaltung
Vogelbad in der Zimmervoliere: So gelingt der Mini-Teich
Vögel baden gerne, aus Genuss und um ihr Gefieder zu pflegen. Darum gehört eine Badegelegenheit in jede Voliere. Auch in Zimmervolieren lassen sich natürlich aussehende Teichlein installieren, sogar mit bewegtem Wasser.
Wasser dient den Vögeln nicht nur zum Trinken. Sie baden gerne intensiv. Dabei suchen sie Stellen mit Flachwasserzonen auf. Viele Vogelarten baden sogar mehrmals täglich, so etwa Prachtfinken und Kanarienvögel. Auch Papageien baden oder lassen sich gerne beregnen. Ein Vogelbad gilt also nicht der Zierde, sondern ist notwendig bei der Haltung aller Vögel. Es dient ihrer Gesunderhaltung.
Den Vögeln kann in grossen Blumenuntersetzern täglich frisches Wasser geboten werden. Die Blumenteller werden jeden Tag ausgebürstet und neu befüllt. Ein Stein in der Mitte dient als Beschwerung, aber auch als Anflugstelle. Eine solche Badestelle wirkt nicht ästhetisch, erfüllt aber den Zweck.
In einer Aussenvoliere lässt sich ein Vogelbad mit flachen Uferzonen und Frischwasserzufuhr bauen. Wie schön aber wäre es, auch in der Voliere im Wohnbereich ein Wasserbassin für die Vögel zu haben, das aussieht wie ein kleiner Teich oder Bachlauf! Diese Idee muss kein Traum bleiben. In einer Zimmervoliere mit den ungefähren Massen von 2 x 2 Metern lässt sich ein kleines Bassin installieren. Bedingung bei jedem Vogelbad ist, dass die Vögel das Wasser nicht verschmutzen. Darum dürfen oberhalb des Bassins keine Sitzgelegenheiten angebracht werden.
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Sprudelndes Vogelbad im Zimmer
Eine Badestelle in der Zimmervoliere kann einfach aus einer flachen, viereckigen, stabilen, grauen Plastikkiste aus dem Baumarkt gefertigt werden. Eine solche Kiste sollte zu etwa drei Vierteln mit einer dicken Aquarienfiltermatte aus dem Zoofachhandel gefüllt werden. Dieses Material ist rückstandsfrei, was essenziell ist für ein Vogelbad. Über die Filtermatte werden Schiefersteine gelegt. Wenn sie auf den Kistenrändern aufliegen, bildet sich in der Mitte eine Senke. Am oberen Ende wird ein Kopf eines Aquarienfilters in die Filtermatte integriert. Die Ränder der Kiste werden mit Korkstücken kaschiert. Fertig ist das Vogelbad, das nun aussieht, wie ein natürlicher Teich!
Der Aquarienfilterkopf sorgt für Wasserbewegung. So wird das Wasser nicht faul. Da der Filterkopf das Nass über die Filtermatte ansaugt, wird es mechanisch gereinigt. Wird es nicht von oben verschmutzt und ist die Voliere nicht überbesetzt, reicht es, das Wasser dieses Bassins einmal pro Woche abzusaugen und zu erneuern. Der Zoofachhandel bietet dazu ein Schlauchsystem zum Wasserwechsel bei Aquarien an. Eine komplette Reinigung ist nur alle paar Wochen nötig. Ein solches Vogelbad ist für Finkenvögel geeignet. Bewegtes Wasser und Plätschergeräusche empfinden Vögel als anregend. Dies führt dazu, dass sie leichter zur Brut schreiten.
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Achtung: Wichtig sind die durch Steine versehenen Ränder. Sie dürfen nie aus geradem Kistenrand bestehen. Vögel ertrinken sehr schnell. Darum sollte ein Vogelbad auch nur einen flachen Wasserstand aufweisen. Dies wird durch die dicke Filtermatte und die natürlichen Schiefersteine erreicht. Vögel lieben es, im Flachwasser zu baden. Sind grössere Papageien in der Voliere, funktioniert das mit dem Aquarienfilter nicht. Die Gefahr bestünde, dass sie das Kabel anknabbern.
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