Rasseportrait|Dieser Artikel gehört zum Dossier: Hunderasseportraits
Westsibirischer Laika: Der vielseitige Jagd- und Outdoor-Hund
Robust, wachsam und voller Energie – der Laika begeistert als ursprünglicher Arbeitshund, der sowohl körperliche als auch geistige Herausforderungen liebt und perfekt für aktive Menschen geeignet ist.
Steckbrief
Grösse: 52–60 cm
Gewicht: 18–23 kg
Lebenserwartung: 12–14 Jahre
Felllänge: kurz
Fellfarbe: weiss, grau, schwarz, rot, braun
Geeignet als: Jagd-, Wach- und Arbeitshund
Sportarten: Mantrailing, Fährtenarbeit, Zughundesport, Canicross
Auslaufbedürfnis: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: hoch
Zusammenleben mit anderen Haustieren: eher ungeeignet
Herkunft & Geschichte
Die Wurzeln des Westsibirischen Laikas liegen tief in den endlosen Wäldern Sibiriens, wo er über Jahrhunderte von indigenen Völkern wie den Mansen und Chanten gezielt als Jagd- und Gebrauchshund gezüchtet wurde. Robustheit, Ausdauer und Selbstständigkeit waren überlebenswichtig – Eigenschaften, die sich bis heute erhalten haben. Erst im 20. Jahrhundert begann eine systematische Zucht, wobei der Fokus stets auf Leistungsfähigkeit gelegt wurde.
Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament
Er ist wachsam, intelligent und von bemerkenswerter Eigenständigkeit. Er denkt mit – und oft auch voraus. Fremden begegnet er reserviert, seiner Familie gegenüber zeigt er sich loyal und anhänglich, ohne aufdringlich zu sein. Sein Temperament ist lebhaft, aber kontrolliert, sein Jagdtrieb ausgeprägt. Wer einen unterwürfigen Befehlsempfänger sucht, ist hier falsch – wer jedoch einen selbstbewussten Partner auf Augenhöhe schätzt, findet im Laika einen faszinierenden Begleiter.
Erziehung und Haltung
Die Erziehung eines Westsibirischen Laikas verlangt Erfahrung, Geduld und Konsequenz. Härte führt selten zum Ziel – stattdessen braucht dieser Hund eine klare, faire Führung und sinnvolle Aufgaben. Aufgrund seines starken Jagdtriebs ist ein sicher eingezäuntes Grundstück fast unerlässlich.
Aktivitäten
Er liebt ausgedehnte Wanderungen, Fährtenarbeit, Mantrailing oder jagdnahe Beschäftigungen. Auch Zughundesport oder anspruchsvolle Outdoor-Abenteuer liegen ihm. Körperliche Auslastung allein reicht jedoch nicht – der Laika möchte auch geistig gefordert werden. Wer ihm diese Kombination bietet, wird mit einem ausgeglichenen und zufriedenen Hund belohnt.
Besonderheiten
Der Westsibirische Laika ist als ausdauernder, mutiger und robuster Hund bekannt. Er kann sich gar stundenlang, ohne zu ermüden, in hohem Schnee fortbewegen.
Pflege
Sein dichtes, selbstreinigendes und stark haarendes Fell muss regelmässig gebürstet werden, besonders während des Fellwechsels.
Gesundheit
Die Rasse ist kaum von rassetypischen Erbkrankheiten betroffen, was vor allem seiner ursprünglichen Zucht zu verdanken ist. Voraussetzung für ein langes, gesundes Leben sind ausreichend Bewegung, artgerechte Beschäftigung und eine hochwertige Ernährung. Mit guter Pflege erreicht er oft ein Alter von 12 bis 14 Jahren.
Pro & Contra
Vorteile:
- Sehr robust und widerstandsfähig
- Intelligent und lernfähig
- Treu und familienbezogen
- Ursprünglicher, charakterstarker Hund
Nachteile:
- Starker Jagdtrieb
- Braucht viel Bewegung und mentale Auslastung
- Für Anfänger eher ungeeignet
- Hoher Anspruch an Erziehung und Haltung
Ideale Besitzer
Der ideale Besitzer eines Westsibirischen Laikas ist aktiv, naturverbunden und hundeerfahren. Auch muss er ihm als Jagdhund eine sinnvolle Beschäftigung bieten können und die Jagd ermöglichen. Familien mit kleinen Kindern oder sehr wenig Zeit sind eher nicht die optimale Wahl.
Fun Fact
Obwohl sein Name «Laika» sinngemäss «Beller» bedeutet, bellt er kaum grundlos – er nutzt seine Stimme gezielt bei der Jagd.
Andere Rassen, die dir auch gefallen könnten:
Finnenspitz, Norwegischer Elchhund, Akita Inu
Bitte loggen Sie sich ein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Falls Sie noch kein Agrarmedien-Login besitzen:
Jetzt registrieren