Steckbrief
Grösse: 60–68 cm
Gewicht: 35–45 kg
Lebenserwartung: 10–12 Jahre
Felllänge: kurz
Fellfarbe: weiss
Geeignet als: Familien-, Begleit-, Wach- und Schutzhund
Sportarten: Mantrailing, Obedience, Fährtenarbeit
Auslaufbedürfnis: hoch
Sabber-Potential: mittel
Stärke des Haarens: gering bis mittel
Zusammenleben mit anderen Haustieren: bedingt geeignet 

Herkunft & Geschichte

Die Argentinische Dogge entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in der argentinischen Provinz Córdoba. Ziel ihres Züchters war es, einen kräftigen, ausdauernden und mutigen Jagdhund zu schaffen, der sich besonders für die Grosswildjagd eignete. Dafür wurden verschiedene Hunderassen miteinander gekreuzt, darunter Mastiff- und Bulldoggen-Typen sowie Jagdhunde. Das Ergebnis war ein athletischer, vollständig weisser Hund mit beeindruckender Kraft und ausgeprägtem Arbeitswillen. Heute wird die Argentinische Dogge zwar noch vereinzelt jagdlich geführt, hat sich aber vor allem als Familien-, Begleit- und Schutzhund etabliert.

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament

Hinter ihrem kraftvollen Erscheinungsbild verbirgt sich ein treuer und anhänglicher Hund, der eine enge Bindung zu seiner Familie aufbaut. Die Argentinische Dogge gilt als selbstbewusst, intelligent und mutig, begegnet vertrauten Menschen oft überraschend sanft und verschmust. Fremden gegenüber zeigt sie sich meist reserviert, ohne unnötig aggressiv zu sein. Aufgrund ihres ausgeprägten Schutzinstinkts und ihrer körperlichen Stärke benötigt sie eine klare Führung sowie eine frühe und umfassende Sozialisierung.

Erziehung und Haltung

Die Erziehung einer Argentinischen Dogge erfordert Erfahrung, Konsequenz und Geduld. Sie lernt schnell, hinterfragt Anweisungen jedoch durchaus und reagiert am besten auf eine ruhige, faire Führung. Ausreichend Platz, regelmässige Beschäftigung und enger Familienanschluss sind für diese Rasse besonders wichtig. 

Aktivitäten

Die Argentinische Dogge ist sportlich und ausdauernd. Lange Spaziergänge, Wanderungen, Joggen oder abwechslungsreiche Such- und Nasenarbeit entsprechen ihrem Bewegungsdrang besonders gut. Auch Hundesportarten wie Mantrailing oder Obedience können eine sinnvolle Beschäftigung sein. Aufgrund ihres Wach- und Jagdtriebs sollte Freilauf nur dort erfolgen, wo er sicher möglich ist und der Hund zuverlässig abrufbar ist.

Besonderheiten

Das markante, rein weisse Fell zählt zu den auffälligsten Merkmalen der Argentinischen Dogge. Ursprünglich sollte die helle Fellfarbe den Hund während der Jagd gut sichtbar machen. In einigen Ländern unterliegt die Rasse besonderen gesetzlichen Regelungen oder wird als Listenhund geführt. Wer sich für eine Argentinische Dogge interessiert, sollte sich deshalb frühzeitig über die geltenden Bestimmungen am Wohnort informieren.

Pflege

Die Fellpflege ist unkompliziert. Das kurze, glatte Fell muss lediglich regelmässig gebürstet werden, um lose Haare zu entfernen und die Haut gesund zu halten. Wichtig ist zudem ein wirksamer Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung, da die helle Haut empfindlicher auf UV-Strahlen reagieren kann.

Gesundheit

Die Argentinische Dogge gilt grundsätzlich als robuste Rasse. Wie bei vielen grossen Hunden können jedoch Hüftdysplasie oder andere Gelenkerkrankungen auftreten. Zudem besteht aufgrund der weissen Fellfarbe ein erhöhtes Risiko für angeborene Taubheit.

Pro & Contra

Vorteile:

  • Loyal  
  • Intelligent  
  • Mutig  
  • Familienbezogen  
  • Pflegeleicht

Nachteile:

  • Erziehungsintensiv  
  • Hoher Bewegungsbedarf
  • Starker Jagdtrieb
  • Für Anfänger ungeeignet
  • Braucht viel Beschäftigung

Ideale Besitzer

Am besten passt die Argentinische Dogge zu aktiven und erfahrenen Hundehaltern, die Freude an einer konsequenten Erziehung und gemeinsamer Beschäftigung haben. Ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten ist von Vorteil, ersetzt aber keineswegs tägliche Bewegung und Training. Wer genügend Zeit, Geduld und Verantwortungsbewusstsein mitbringt, findet in ihr einen treuen und zuverlässigen Begleiter.

Fun Facts

Die Dogo Argentino, wie die Argentinische Dogge auch heisst, ist die erste und bislang einzige international anerkannte Hunderasse, die ursprünglich in Argentinien entwickelt wurde.

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