Rasseportrait|Dieser Artikel gehört zum Dossier: Hunderasseportraits
Pharaonenhund: Der antike Jagdhund, der zum Erröten neigt
Mit Wurzeln im alten Ägypten zählt der Pharaonenhund zu den ursprünglichsten Hunden überhaupt. Besonders auffällig ist seine Haut, die sich bei Freude oder Aufregung rötlich verfärbt. Ideal ist er für sportliche Halter mit viel Zeit für Bewegung und Bindung.
Steckbrief
Grösse: 53–63 cm
Gewicht: 18–27 kg
Lebenserwartung: 11–14 Jahre
Felllänge: kurz
Fellfarbe: rostbraun mit oder ohne weisse Abzeichen
Geeignet als: Begleit-, Familien und Jagdhund
Sportarten: Coursing, Lure Coursing, Agility, Fährtenarbeit
Auslaufbedürfnis: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: gering
Zusammenleben mit anderen Haustieren: bedingt geeignet
Herkunft & Geschichte
Der Pharaonenhund, oder auch Pharaoh Hound genannt, gilt als eine der ältesten bekannten Hunderassen überhaupt. Seine Wurzeln werden oft bis ins alte Ägypten zurückverfolgt, wo Hunde mit ähnlichem Erscheinungsbild bereits auf Grabmalereien zu sehen sind. Später entwickelte sich die Rasse vor allem auf Malta weiter, wo sie bis heute als Nationalhund gilt. Trotz ihres antiken Images ist die heutige Zuchtlinie über Jahrhunderte relativ stabil erhalten geblieben.
Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament
Pharaoh Hounds sind aufmerksam, sensibel und überraschend menschenbezogen. Sie verbinden eine gewisse Eleganz mit lebhafter Neugier und reagieren stark auf ihre Bezugspersonen. Gleichzeitig behalten sie sich eine eigenständige, manchmal fast katzenartige Unabhängigkeit, was sie besonders charaktervoll macht.
Erziehung und Haltung
In der Erziehung zeigen sie sich intelligent, aber nicht unterwürfig. Sie lernen schnell, hinterfragen jedoch auch gerne. Konsequenz und ruhige Führung sind wichtiger als Druck. Eine enge Bindung zur Bezugsperson erleichtert die Ausbildung deutlich, während harte Methoden meist kontraproduktiv wirken.
Aktivitäten
Als Windhund ist der Pharaoh Hound ein ausgesprochener Läufer. Er braucht regelmässige, ausgedehnte Bewegung und liebt freie Sprints in sicherem Gelände. Neben körperlicher Auslastung profitieren diese Hunde auch von geistigen Aufgaben, etwa Suchspielen oder Fährtenarbeit.
Besonderheiten
Besonders speziell ist ihr Erröten: Bei Freude oder Aufregung färben sich Nase und Ohren leicht rötlich. Sichtbar wird dies, weil seine Haut sehr dünn ist und wenig Pigment hat, sodass sich die Gefässerweiterung gut erkennen lässt.
Pflege
Die Pflege ist unkompliziert. Das kurze Fell benötigt nur gelegentliches Bürsten, da kaum Unterwolle vorhanden ist. Wichtig ist eher der Schutz vor Kälte, da sie empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren.
Gesundheit
Insgesamt gilt die Rasse als robust. Wie viele Windhunde können sie jedoch empfindlich auf Narkosen reagieren und neigen gelegentlich zu sensibler Haut oder Verletzungen durch ihre schlanke Körperform.
Pro & Contra
Vorteile:
- Sehr menschenbezogen und freundlich
- Pflegeleichtes Fell
- Intelligent und lernfähig
- Elegantes, athletisches Erscheinungsbild
Nachteile:
- Hoher Bewegungsdrang
- Jagdlicher Instinkt kann Freilauf erschweren
- Empfindlich gegenüber Kälte
- Teilweise eigenwillig in der Erziehung
Ideale Besitzer
Am besten passt der Pharaoh Hound zu aktiven Menschen, die Zeit für Bewegung, Training und Bindung haben. Ideal sind Halter, die klare, ruhige Führung bieten und Freude an gemeinsamen Outdoor-Aktivitäten mitbringen.
Fun Fact
Sie gehören zu den schnellsten Hunden auf kurzen Distanzen.
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