Ein kleiner Käfig an der Wand, darin hüpft ein Kanarienvogel. Oder: Ein Fensterbrett, darauf ein Käfig mit einem Wellensittich. Solche Bilder gehören schon lange der Vergangenheit an. Es ist in der Schweiz gesetzlich verboten, einen einzelnen Vogel zu halten. Vögel werden heute in geräumigen Volieren oder Flugkäfigen gepflegt. Nur so bereitet die Vogelhaltung langfristig Freude. Im Zoofachhandel werden gesetzeskonforme Käfige für Vögel angeboten, die geräumig sind, so dass sie auch gut mit Naturästen eingerichtet werden können. Das ist essenziell, denn Plastikstangen sind verboten. Sie führen zu Fussdeformationen. Keinesfalls sollten Käfige per Internet bestellt werden. Auf Internetplattformen werden oft völlig ungeeignete Käfige angeboten, die manchmal sogar das gesetzliche Mindestmass unterschreiten.

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Ideal: die Zimmervoliere

Vier Wellensittiche können beispielsweise in einem Käfig von ungefähr 1,50 x 0,50 x 0,50 gehalten werden. Ideal ist, wenn er sogar 2 Meter lang und etwa 1 Meter hoch ist. Je grösser, desto besser. Anstatt eines herkömmlichen Käfigs kann man auch von einem professionellen Volierenbauer eine Zimmervoliere nach Mass angefertigen lassen. 

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Der Platz oberhalb eines Käfigs ist oft verloren. Eine Zimmervoliere kann bis zur Zimmerdecke reichen und sogar übers Eck gebaut werden, was die Vögel schätzen. Je nach dem kann oberhalb der Voliere noch eine zusätzliche künstliche Beleuchtung installiert werden. Eine solche Voliere im Zimmer ist ein Schmuckstück, bietet den Vögeln Freiraum und ist langfristig eine gute Investition. Volierenbauer können über das Internet einfach gefunden werden. 

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Plätscherndes Wasser in der Biotopvoliere

Eine Voliere ist ein kleiner Lebensraum. Dank Zimmervolieren kann in der Wohnung ein Stück Savanne, ein Teil des australischen Outbacks oder ein kleiner Regenwald entstehen. Bedingung solcher Biotopvolieren ist, dass sie nicht überbesetzt werden. Nur mit geringem Bestand können sich Pflanzen darin entwickeln. Durch ein Rückwandgemälde oder ein passendes Landschaftsfoto, das vergrössert auf eine Rückwand aufgezogen wird, entsteht Weite. 

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Der Boden besteht aus einer beschichteten Holzplatte. Darüber kann Plastik ausgelegt werden. Sand, Steine und trockenes Laub am Boden lassen den kleinen Lebensraum natürlich wirken. Wasser belebt. Darum kann mit einer flachen Plastikwanne, wie sie im Baufachmarkt erworben werden kann, und einem Kopf eines Aquarienfilters ein kleiner Teich mit bewegtem Wasser installiert werden. Bewegtes Wasser fault nicht und regt die Vögel eher an zum Baden. Manche Vogelhalterinnen und -halter haben gar beobachtet, dass Vögel eher zur Brut schreiten, wenn sie plätscherndes Wasser hören. Der Boden dieses Kleinstteichs sollte mit Aquarienfiltermatten ausgelegt werden. Die Filtermatte sollte mit Schieferplatten kaschiert werden, damit ein flaches Gewässer entsteht. Die Ränder der Plastikwanne können mit Kork ausgekleidet werden. Mit Hilfe von Steinen und Pflanzen wirkt ein solches Gewässer in der Biotopvoliere natürlich und wird, gerade von Prachtfinkenarten, regelmässig zum Baden aufgesucht. Bei der Haltung von Papageienartigen muss darauf geachtet werden, dass sie keine Kabel, beispielsweise, das Filterkabel, erreichen können. 

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Lebensraumbereicherung durch frische Äste

Frische, belaubte Äste aus der Natur sollten regelmässig in Zimmervolieren gereicht werden, egal ob Papageien oder Prachtfinken gehalten werden. Das bringt die Vögel in Kontakt mit der Natur. Sie picken an Knospen, nagen die Rinde ab und nesteln an Blättern. Auch Gräser aus der Natur sind eine wichtige Gabe für Volierenpfleglinge. 

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Kombinierte Innen- und Aussenvolieren

Volierenbauer sind auch gefragt beim Bau von Volieren im Garten. Ideal, wenn Vögel eine Freivoliere aufsuchen und somit Sonne, Wind und Regen geniessen können. Zum Bau von Freivolieren braucht es eine Baubewilligung der Wohngemeinde. Exotische Vögel müssen einen Innenraum aufsuchen können, der im Winter frostfrei bleibt. Viele Arten brauchen eine Temperatur von mindestens 10 °C. 

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Sichere Aussenvolieren

Eine Freivoliere muss auf einem Fundament errichtet werden, das mindestens 60 Zentimeter in den Boden reicht. So können sich keine Marder, Füchse oder Ratten durchgraben. Alternativ können die Volierenelemente auf einen betonierten Boden oder auf eng aneinander liegende Steinplatten gestellt werden. 

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Der Vorteil des geschlossenen Bodens liegt darin, dass er einwandfrei abgespritzt werden kann. Es ist ein hygienisches Haltungssystem. So sind Wurmbefälle seltener. Andererseits minimiert ein betonierter Boden die Lebensqualität der Vögel. Viele Vogelarten halten sich gerne am Boden auf, graben im Sand, in der Erde, tragen Steine herum und wühlen mit Vergnügen im Rindenmulch. 

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Wunderbar auch, wenn Vögel in frisches Gras fliegen können. Ein natürlicher Boden ist immer schöner und für die Vögel interessanter. Der Kot der Vögel muss bei dieser Haltungsform regelmässig auf Wurmbefall untersucht werden. Ein natürlicher Boden lässt bei Insektenfressern oder vielen Finkenarten eine Bepflanzung mit robusten Arten zu. Auch Papageienvolieren können bepflanzt werden. Wächst beispielsweise Schilf an Stellen ohne Äste, können grössere Papageien kaum daran nagen, und es ist für sie auch nicht so einfach möglich, auf den dünnen Halmen zu landen, weil sie die schweren Vögel nicht tragen. 

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Achtung vor Katzen und Mardern

Katzen und Marder klettern entlang von Aussenvolieren, auch nachts. Besonders bei Mardern kann das zu schlimmen Verletzungen der Vögel führen. Sie erschrecken in der Nacht, wenn der Marder dem Gitter entlang klettert. Dabei fliegen sie an das Gitter. Das ist der Moment, wo der Marder an einem Bein reisst. Um das zu verhindern, sollten Freivolieren in der Nacht unten mit einem dreilitzigen Stromkabel gesichert werden. 

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Die Arbeit nicht vergessen

Ob eine Zimmer- oder Freivoliere, die Volierenhaltung von Vögeln ist mit viel Arbeit verbunden. Volieren in Zoos sind Schmuckstücke, da sie Lebensraumausschnitte zeigen. Das kann auch zuhause bei Zimmer- und Freivolieren realisiert werden. Bedingung ist stete Pflege durch Reinigung sowie ein schwacher Besatz. Damit die Freude bleibt, sollten nicht zu viele Volieren betrieben werden, denn sonst wird die Arbeit damit zu viel. Wenn Biotopvolieren nicht mehr gepflegt werden, machen sie kaum noch Freude.

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Zur Zucht absondern

In Biotopvolieren werden meistens verschiedene Arten in Gemeinschaft gepflegt. Manche vermehren sich sogar bei dieser Haltungsform. Es kann sinnvoll sein, nebst einer grossen Lebensraumvoliere, kleinere Zuchtvolieren zu unterhalten. Sie sind zweckmässig eingerichtet. Darin werden Paare zur Zucht gehalten, die dafür den Grossvolieren entnommen werden. 

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Darum sollte von Anfang an in Grossvolieren nur in abgesonderten Bereichen gefüttert werden, beispielsweise in einer kleinen, durch eine offene Türe abgetrennten Voliere. Hier können dann Vögel einfach herausgefangen werden. Zur Zucht können Prachtfinken in Boxen gehalten werden, Papageien in nebeneinander liegenden Volieren. Viele Papageienarten lassen sich nicht vergesellschaften, auch nicht mit Artgenossen. Sie sollten paarweise in Volieren gepflegt werden. Es gibt aber durchaus Arten, die im Schwarm gepflegt werden können. Sie sind im Ziervogellexikon zu finden. Die Absonderung zur Zucht entspricht den natürlichen Verhaltensweisen, denn die meisten Vogelarten sondern sich in der Natur zur Zucht paarweise ab. 

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